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SonnentauDie Blätter des Sonnentaus (Familie Doseraceae) sind mit klebrigen Tentakeln besetzt. Sobald ein Insekt sich auf einem solchen Blatt nieder lässt, sitzt es schon in der Falle: das klebrige Sekret verhindert die Flucht, während das Blatt sich nach innen krümmt und das Insekt in die Mitte drückt. An der Spitze der Tentakel sind Drüsen, die sehr wirksame Verdauungsenzyme abgeben - sie verflüssigen den Körperinhalt des Insektes und die so freigesetzten Substanzen werden von dem Blatt absorbiert. Den rundblättrigen Sonnentau findet man in Hochmooren, in Feuchtheiden und auf kalkfreien Böden. Es blüht weiss und wird zwischen 5-20 cm hoch. FettkrautIm ersten Moment könnte man meinen, die breiten Blätter des Fettkrautes (Pinguicula) wären voller Tau. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Flüssigkeit jedoch um einen klebrigen Schleim, der von kleinen Drüsen abgegeben wird. Ein Insekt, das in dem Schleim landet und wieder zu flüchten versucht, zieht lange Fäden aus der Substanz, die sie festhalten. Durch die Bewegungen, mit denen das Tier sich zu befreien versucht, beginnt sich das Blatt zusammen zu rollen und bildet einen "temporären Magen", in den aus anderen Drüsen Verdauungsenzyme abgegeben und über die Blattoberfläche verteilt werden. Der Körperinhalt des Insektes wird verflüssigt und absorbiert. Danach entrollt sich das Blatt und wartet auf ein neues Opfer. Das Gemeine Fettkraut findet man in Sümpfen, Mooren und feuchten Wiesen. Es blüht blau-violett und wird zwischen 7-18 cm hoch. |