Pflanzen

Venusfliegenfallen

Diese bizarr anmutende Pflanze ist vermutlich die berühmteste Fleischfresserin, denn sie wird oft wegen ihrer dekorativen Blätter als Zimmerpflanze gekauft, wo sie zumeist jedoch nur eine geringe Lebenserwartung hat.
Ursprünglich stammt sie aus den Sumpfgebieten im Osten der Vereinigten Staaten und fängt dort Ameisen, Fliegen und Spinnen, die sie mit einem Nektar an den Innenseiten ihrer Fangblätter anlockt.

Venusfliegenfalle

Aufbau eines Fangblattes der Venusfliegenfalle (offen und geschlossen)

Diese Blätter haben eine Drehachse in der Mitte und können wie ein Käfig zuklappen. Das geschieht, wenn ein Insekt die drei feinen Fühlhaare an der Innenseite des Blattes berührt - ein raffinierter Mechanismus sorgt dann dafür, dass die Zellen im mittleren Teil des Blattes durch Wasserabgabe ihren Innendruck abbauen und erschlaffen. Der Druck der äußeren Epidermis (der äußeren Zellschicht) lässt die beiden Hälften innerhalb von Sekundenbruchteilen zusammenschnappen.

Je mehr die Beute zappelt, desto dichter schließt sich die Falle. Durch Säuren und Enzyme werden die Körpersubstanzen des gefangenen Insektes aufgelöst und dann absorbiert. Nach vielen Tagen oder Wochen, wenn alle verwertbaren Stoffe verdaut sind, öffnet sich das Fangblatt wieder und gibt den Chitinpanzer des Insektes frei.